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Imkern im Dadant

Ab April 2024 gibt es eine Reihe von Präsenzveranstaltungen im westlichen München: “Imkern im Dadant”. Falls du daran Interesse hast, melde dich gerne vorab per Mail an einflug1@weiselrichtig.de. Wir senden dir die Termine zu, sobald sie feststehen. Die Haupt-Themen-Termine können einzeln gebucht werden oder im Komplett-Angebot als “Imkern im Dadant”-Kurs.
Beginn ist im März mit einem “Theorie zur Praxis” Kurstag. Hier sprechen wir über alles was im Dadant-System wichtig ist. Wie die Beuten beschaffen sein müssen, und wie wir während des Jahres damit arbeiten.

Um was geht es?

Ab April stehen einige unserer Bienenvölker im Dadantmaß in 12er Beuten in Gräfelfing vor Ort. An diesen Völkern werde ich jeden Monat mindestens einmal zeigen, welche Arbeiten im angepassten Brutraum zu tun sind und worauf es ankommt. Als theoretische Unterlagen dienen einige Online-Theorie-Einheiten und die Angaben aus dem phänologischen Kalender. Die Schulungsmappe von bienen&natur verwendet wir ebenfalls.
Sind mehr Eingriffe pro Monat nötig, werden die KursteilnehmerInnen diese in Absprache mit der Kursleitung selbständig durch führen.

Der angepasste Brutraum

Wir arbeiten an den Völkern mit zwei Schieden, die rechts und links vom Brutnest den Raum einengen. Das Schied kann von den Bienen jederzeit umlaufen werden. Die Bienen erreichen jederzeit hinter dem Schied die Futtervorräte sofern die Temperaturen über sechs Grad Celsius liegen. Wird es kälter, muss Futter innerhalb der Schiede direkt am Nest sein, vor allem dann, wenn das Volk bereits mit dem Brutgeschäft begonnen hat.

Die Legeleistung der Königin

Brutwabe mit Sommerfutterkranz während der Einfütterungsphase
Imkern im Dadant

Die Legeleistung der Königin bestimmt beim Imkern im Dadant die Größe des Brutnests. Ist das Nest zu groß, lagern die Bienen unnötig viel Pollen zwischen die Brutzellen. Deshalb wird der Brutraum begrenzt, also “geschiedet”.

Foto: frische Brutwabe mit Sommerfutterkranz während der Einfütterungsphase. Die Brutzellen sind dicht an dicht. Die vorhandenen Löcher werden von Heizerbienen verwendet um die Brut warm zu halten.

Die Heizerbienen können die Brut besser wärmen, wenn die Zellen dicht an dich beieinander liegen. Das sollte auf wenigen Waben im ausgehenden Winter sein. Brüten die Bienen auf zu vielen Waben mit kleinen Brutflächen, müssen die Heizerbienen unnötig große Flächen heizen. Bei einem Kälteeinbruch führt das dazu, dass die Bienen schneller verschleißen und das Volk viel mehr Futter benötigt. Das gilt es zu verhindern. Die Bienen haben über unsere Umwelt und die Varroamilbe schon genug Belastung, so dass wir sie hier beim Wärme-Management gut unterstützen sollten.

Vor allem im Frühling, wenn das Thermometer tagsüber schon mal auf 15 bis 20 Grad klettert und die Nächte noch deutlich abkühlen, hilft es den Bienen das Brutnest erst einmal etwas zu beschränken. Erst nach der Durchlentzung – also wenn die Bienenmenge mehr wird und die Traube wächst – tun sich die Bienen leichter, die Brut dauerhaft und gleichmäßig warm zu halten.

Für wen ist der Kurs gedacht?

Der Kurs “Imkern im Dadant” ist sowohl für Anfänger gedacht, die die Betriebsweise im Dadant kennen lernen wollen, als auch für Imkerinnen und Imker, die schon erste Erfahrungen in der Imkerei haben. Auch BienenliebhaberInnen, die auf die Betriebsweise mit dem Schied umsteigen wollen, dürfen ebenfalls teilnehmen. Nicht nur in Dadant ist diese Betriebsweise für Bienen und Imkernde hilfreich. Auch in anderen Rähmchenmaßen kann man gut mit dem Schied arbeiten und die Bienen im Wärme-Management damit unterstützen, z.B. bei Zander, Zadant, DeutschNormal (DN), DN 1 1/2, Kuntsch, Einraumbeute etc..

Wie läuft der Praxis-Kurs ab?

Wir beginnen im März mit der Theorie. Im April fangen wir die Praxis mit der ersten Durchsicht nach dem Aufstellen der Völker an. Anschließend besprechen wir und zeige ich die Baurahmen-Gabe, das Aufsetzen der Honigräume, die Schwarmverhinderung, das Einfangen von Schwärmen, die Honigernte, die Ablegerbildung bei der Honigernte, das ganzjährige Varroa-Management, die Regulierung der Varroa-Milben, die Behandlung der Völker, das Einfüttern, das Auswintern im nächsten Frühling.

Wir treffen uns ein bis zweimal pro Monat in der Zeit zwischen April und September. Zusätzlich gibt es eine Winterbehandlung und eine Winterkontrolle, die möglicherweise außerhalb von München statt finden.

Jede Kurseinheit wird 3 bis 4 Stunden dauern. Der Unterricht an den Bienen soll vorwiegend an Werktagen stattfinden. Wir beginnen je nach Jahreszeit und welche Arbeiten anfallen, zwischen 15 und 17 Uhr. Fragen sind willkommen. Wir werden für die gemeinsame Kommunikation ein geeignetes Medium einrichten, so dass wir uns kurzfristig verständigen können (Voraussichtlich den Messenger Telegram).

Für diesen Kurs arbeitet unsere Imkerschule mit dem Imkerverein Gräfelfing zusammen.

Du kannst einzelne Einheiten buchen oder den ganze Kurs für ein Jahr. Witterungsbedingt können die Einheiten bis zu zwei Wochen verschoben werden. Die Anzahl der Ausbildungsplätze ist begrenzt. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

  • Leistungen zusammengefasst:
  • Einführungskurs im März (1/2 Tag)
  • mind. 9 Einheiten Praxiskurs je 3-4 Std. (rund 5 Unterrichtseinheiten a 45 Minuten) einschl. je 45 Minuten Theorie
  • als Gruppe selbständiges Arbeiten an lebenden Bienenvölkern
  • viele Tricks und Kniffe, die das Arbeiten am Bienenstock für Bienen und Imkernde erleichtert
  • Grundsätzliche Theorie im Onlineportal (Bienenkunde, Beutenkunde, das Bienenjahr einschl. Phänologie, Bienengesundheit)
  • Vernetzungsgruppe in Telegram

Der Kurs ist kostenpflichtig. Der Preis wird demnächst bekannt gegeben.

Vorbestellungen nehmen wir ab sofort per E-Mail entgegen.

Die genauen Termine geben wir demnächst bekannt.

AprilAblegerbildung, Schwarmverhinderung, Varroa
MaiHonigernte, Ablegerbildung (bei der Ernte)
JuniBrutentnahmeverfahren, Behandlung, Wabenhygiene
JuliSommerpflege (Behandeln, Füttern, Kontrolle)
Augustletzte Eingriffe zur Wintervorbereitung, Schwächlinge vereinigen
September/OktoberWintersicherung, Varroakontrolle
November/DezemberWinterbehandlung
Dezember/JanuarFutterkontrolle
Februar/MärzAuswintern

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