Seit 2015 bin ich Tierwirtschaftsmeisterin Fachrichtung Imkerei – „zu Deutsch Imkermeisterin“ – und führe unseren Biobauernhof in 4. Generation. Ich bin verheiratet mit Jochen, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und inzwischen Großmutter von einer süßen Enkelin.
Mit 15 Jahren entschloss ich mich den Bauernhof von meinen Eltern später zu übernehmen und weiter zu führen. Ich besuchte nach meiner Berufsausbildung zur Hotelfachfrau 1988 die Landwirtschaftsschule. 10 Jahre später stelten wir auf Bio-Landwirtschaft um. Leider gaben wir die Milchviehhaltung im Herbst 2006 auf. So ganz ohne Tiere war es allerdings auch nicht gut. 2007 kamen die Bienen. Was als kleines Hobby begann ist inzwischen ein Hauptbetriebszweig unserer kleinen Bio-Landwirtschaft.
… und gut ausgebildet macht es inzwischen noch mehr Spaß wie zu Anfang.
Kleines Handicap: seit Ende 2009 reagiere ich manchmal allergisch auf Bienengift. Das heißt: ich arbeite immer mit Vollschutz, Handy und Notfallset…. deshalb bin ich (beispielsweise auf Fotos) „die mit den Handschuhen“!

Meine Begeisterung für die Imkerei

Als 2007 Bienen in das alte aufgegebene Bienenhaus meines Vaters einzogen kam die Gelegenheit, mich mit dem Thema Bienenhaltung zu beschäftigen. Zu der Zeit waren mein Mann Jochen und ich hauptsächlich im Büro und wir fanden kaum Zeit für die Natur. Durch die Neugier auf die Bienen kamen wir wieder raus aus dem Alltagstrott und wir merkten, dass die Bienen was mit uns „machen“.

Wenn ich an einen Bienenstock gehe und ihn bearbeite, auch wenn ich wenig Zeit habe oder es gerade stressig ist: ich bin danach ein völlig anderer Mensch. Es entsteht eine Art Gelassenheit in mir, die mir sehr gut tut… und damit meiner Umgebung auch!

Schon bald nach den Anfängerkursen war klar, dass mich diese Wesen völlig faszinieren und ich mit 3 Bienenstöcken nicht mehr zufrieden bin. Auf der Suche nach einer guten Ausbildung bin ich schlussendlich im benachbarten Ausland gelandet, da es hier zu lande keine Möglichkeit gab, eine Berufsausbildung zu machen, bzw. die Anforderungen so hoch waren, dass es für einen berufstätigen Anfänger wie mich zu der Zeit nicht machbar war.

Leidenschaft für Schule und Unterricht

Bienen sterzeln

Mit der Gründung dieser Imkerschule möchte ich die Ausbildungssituation in Deutschland verbessern. Mein Wissen als Imkermeisterin (mit Biobetrieb) und das vieler anderer Fachkundiger soll weiter gegeben werden an interessierte zukünftige ProfiimkerInnen.
Viele Entscheidungen muss man treffen, bevor man viele Völker hat. Diese Entscheidungen sollte man aufgrund von Fachwissen treffen können, nicht aufgrund dessen, dass man eine Ausbildung machen möchte, …um hinterher festzustellen, dass man in einiges falsch investiert und seine Zeit „vergeudet“ hat. Durch anschaulichen Unterricht möchten wir es Dir/Euch einfach machen, gut ausgebildete Imker und Imkerinnen zu werden. Ich habe viele Jahre beruflich mit Vorträge und Präsentationen zu tun gehabt, habe mich in Rhetorik weiter gebildet und bin leidenschaftlich für das Thema Bienen und Imkerei. Meine Workshops sind abwechslungsreich und die Teilnehmer können viel mit nach Hause nehmen. Mach mit und lass dich begeistern!

Herzlich willkommen bei „WEISELRICHTIG“!

Die Bio-Imkerei

Bienen auf Belegstelle in Halbdadant
Bienen in Halbdadant-Königinnenkästen auf der Belegstelle: durch Zucht die Qualität der Bienen sichern

Mit 3 Bienenstöcken habe ich 2008 das Hobby zusammen mit meinem Mann Jochen angefangen. Gleich zu Anfang schon war Dadant die 1. Wahl und zufällig kauften wir auch sehr gute Bienen. Sahen aus wie Carnica, hatten aber eine komplett dunkle Königin, also aus heutiger Sicht wohl sowas wie eine Carnica Landbiene. Über weitere Zucht auf Belegstellen ist diese Linie immer noch sanftmütig, leistungsstark und schwarmträge.
Wir arbeiten weiterhin mit 12er Dadant, Miniplus (Halbdadant und kleine Waben), sowie mit Doppelbeuten. Aufgrund des Meisterversuchs wurden einige Stände mit Buckfast ausgestattet (die Logistik ist hier einfacher) und gute Carnica-Völker, die wir vorwiegend als Pfleger in der Königinnenvermehrung und zur Ablegerbildung einsetzen. Sie werden aber auch zur Honigproduktion genutzt. Für die Bio-Zertifizierung findet mindestens einmal jährlich ein Kontrollbesuch durch die Kontrollstelle ABCERT statt.

Qualifikation und Werdegang

Weiterbildung gehört zu mir, wie die Luft zum Atmen. Ich gebe nicht nur Unterricht, sondern besuche jedes Jahr auch selbst Unterricht zu Themen, die ich spannend finde oder die dazu dienen meinen Schützlingen noch besser zur Seite stehen zu können.

  • 2019 Gründung der Imkerschule weiselrichtig
  • 2018 Abschluss zur Gartenpflegerin
  • 2017 Berufsabschluss zur Imkermeisterin in der Imkerschule Warth (A), Projektarbeit: Spezialseifen aus der Imkerei
  • 2015 Berufsabschluss zur Imkermeisterin im Regierungspräsidium Stuttgart, Projektarbeit (Versuch): Vergleich der Haltung von Völkern mit Carnica- bzw. Buckfast-stämmigen Königinnen in Bezug auf Arbeitsspitzen und Ertrag
  • 2014 Abschluss zur Facharbeiterin Bienenwirtschaft (A)
  • 2008-heute weitere Fachkurse für Imkerei in verschiedenen Einrichtungen und bei Vereinen
  • 2007 Beginn Grundkurs für Imkerei in der Imkerschule Landsberg/Lech
  • 2004 Berufsabschluss zur Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft
  • 1996 Berufsabschluss zur Hauswirtschafterin
  • 1995 Übernahme des elterlichen Milchviehbetriebs mit Bio-Zertifizierung ab 1998
  • 1988 Abschluss der Landwirtschaftsschule Landsberg/Lech zum staatl. geprüften Wirtschafter für Landbau
  • 1985 Abschluss der Ausbildung zur Hotelfachfrau mit anschließender Tätigkeit im Ausland, später in der Ammersee-Region

Danke

Es ist mir eine Ehre und Freude, dass ich so viele gute Lehrer und Lehrerinnen hatte. Vielen herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben, dass ich heute dieses Wissen habe und mit meinen Bienen gut arbeiten kann.
„Eine gesunde Kuh gibt viel Milch“. Auch die Honigbienen sind so: gesunde Honigbienen machen Honig! Ich kann über meinen guten Honigertrag und eine gute Überwinterung meiner Bienen sehen, dass ich heute wohl vieles richtiger mache als noch zu Anfang meiner Imkerei…
Vielen Dank auch an meine Familie, die mir innovatives Denken vererbt hat und die mich gelehrt hat, dass es auch noch etwas größeres als mich gibt. Ich werde weiterhin tun, was ich kann und den Rest gebe ich „nach oben“ ab.

Ein Zitat von Franz von Assisi begleitet mich seit vielen Jahren:
„Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“

…und Du schaffst das auch!

Soziales Engagement für Imkerei in Sambia

Bienen für Sambia

Wir unterstützen das Projekt „Bienen für Imkerei in Sambia“
Mit 81 Euro pro Familie werden in Sambia Bienen, Imkereiausrüstung und Schulungen davon finanziert, um interessierten Frauen und ihren Familien eine Einkommensalternative auf dem Land zu ermöglichen. So wie wir hier in Deutschland als gut ausgebildete Imker ein Einkommen erwirtschaften können, so ist es auch in Sambia. Mit – für uns – nur wenig Geld kann dort eine Imkerei gestartet werden.
Wir haben für eine Familie gespendet und weitere werden folgen!

Falls es dir möglich ist, schenke auch du etwas Sinnvolles, damit die Welt ein bisschen besser wird: https://www.plan.de/spenden/sinnvoll-schenken/
Für 10 bis 12 Euro kann man schon dazu beitragen, dass sich für Menschen, die es nicht so gut haben wie wir in Deutschland, vielleicht sogar etwas grundlegendes verbessert. Denn mit unserer Tat machen wir diesen Menschen auch Mut, an eine bessere Zukunft zu glauben.

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